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E
Erbzinsrecht, Erbzinsgüter

Neben den Meiergütern gab es schon früh die Erbzinsgüter. Das war meistens kleinerer Landbesitz bis zu einer Hufe Land. Dieses Land wurde gegen eine geringe, unveränderliche Anerkennungsgebühr (Geld, Naturalien oder beides) dem Bauern überlassen. Man nimmt an, dass die alten Litonenhöfe bei der Auflösung der Villicationen oft dieses Recht besessen haben. Es gibt aber auch Fälle, in denen alte Meierhöfe durch ausdrückliche Verleihung in Erbzinshöfe verwandelt wurden. Das Erbzinsgut besaß weit geringere Ackerflächen als ein großer Teil der Meierhöfe. Häufig besaßen Kothöfe das Erbzinsrecht.

Der Erbzinsmann hat an seinem Hofe und seinen Ländereien nicht nur von Anfang an (vor 1597) ein erbliches Nutzungsrecht, er konnte auch bauliche Veränderungen  vornehmen, ohne die Erlaubnis seines Grundherren vorher einzuholen. In dieser Beziehung bestand eine großer Unterschied zum Meierrecht. Auch fehlen im Erbzinsrecht Abmeierungsgründe. Der Erbzins an den Grundherren ist allgemein auch niedriger als der Meierzins. Das 6 bzw. 9 jährige Nachsuchen um die Wiedereinsetzung wie beim Meierhof entfällt beim Erbzinshof. Aber im Sterbefall muß bei Strafe des Verlustes des Erbzinsrechtes von den Erben binnen drei Monaten um Erneuerung der Einsetzung beim Grundherren nachgesucht werden. Neue Bedingungen dürfen dabei nicht aufgenommen werden. Der Grundherr darf die Erneuerung der Einsetzung auch nicht ablehnen. Beim Verkauf des Erbzinsgutes muß das Gut zuerst dem Grundherrn angeboten werden, er besitzt demnach ein Vorkaufsrecht. Macht er davon keinen Gebrauch, so erhält er 2% des Kaufpreises als laudemium (Lehngeld, Entschädigung an den Lehnsherrn).

Stirbt der Erbzinsmann ohne Erben, so fällt sein Hof zur freien Verfügung an den Grundherrn.

-RZ-

Erster Schlaf

Als ersten Schlaf beichnet man die Zeit vor Mitternacht; gelegentlich als Geburts- oder Sterbezeiten in Kirchenbüchern genannt.

RH

Exekutor

Eine ausführende Person, ein Vollstrecker, Eintreiber, Gerichtsvollzieher, Ausführer; auch Rächer, Hinrichter. Ausführend meint dabei auch die Ermittlung, Vollziehung, Beschreibung, Erzählung, Bestrafung usw.

 

RH